Chartanalyse; Frau mit Chart

Webbasierende Statistiksoftware

Chartanalyse; Frau mit Chart
Chartanalyse © Konstantin Gastmann / pixelio.de

Um den Erfolg eines Webauftrittes zu ermitteln, bieten sich für den Provider diverse Möglichkeiten. So kann dieser z.B. Clientseitige Open Source Analysetools verwenden oder auf externe Software zurückgreifen.

Nachfolgend vergleiche ich die Werkzeuge

und zeige auf, welche Möglichkeiten diese Tools für die Analyse eines Webauftrittes bieten.

Allgemeine Gegenüberstellung

Wassup GoogleAnalytics Piwik
Plattform WordPress - -
Typ PHP\MySQL\Javascript Javascript PHP\MySQL\Javascript
Kostenfrei Ja Ja Ja
OpenSource Ja Nein Ja
Installationszeit ca. 2min ca.5min ca.15min

Auswertungsmöglichkeiten

Neben den Standartfunktionen wie Besuchszahlendiagramme verfügen die Analysetools über folgende weitere relevante Auswertungsmöglichkeiten:

Wassup GoogleAnalytics Piwik
Standort Ja Ja Ja
Sprache Nein Ja Ja
Neu\Wiederkehrend Nein Ja Nein
Browser Ja Ja Ja
Betriebssysteme Ja Ja Ja
Mobil Nein Ja Nein
Mobilgerät Nein Ja Nein
Besucherquellen Ja Ja Ja
Google Suchanfragen Nein Ja Ja
Besucherfluss Nein Ja Nein
Realtime Ja Nein Ja
Exportfunktion SQL CSV SQL

Google Analytics

Google Analytics Logo

Die Installation von GoogleAnalytics stellt Webmaster vor keine große Herausforderung. Nach einer Registrierung als Google Nutzer kann sich dieser direkt unter http://www.google.de/analytics/ anmelden. Nach der Anmeldung muss der Nutzer zunächst ein Analysekonto erstellen. Wenn dieser Schritt absolviert wurde, muss der Google Analytics Nutzer einen Javascript-Code in seine Webseite einfügen.

Dadurch, dass die Analyse nur per Javascript betrieben wird und keine Daten über serverseitige Methoden gesammelt werden, fallen Webseitenbesucher mit deaktiviertem Javascript aus der Statistik.

Weiterhin ist zu kritisieren, dass bei der Verwendung von GoogleAnalytics diverse datenschutzrechtliche Vorkehrungen getroffen werden müssen, welche unter der Adresse http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/fachbeitraege/google-analytics-datenschutzkonform-einsetzen/ nachgelesen werden können.

Zur einfachen Integration von GoogleAnalytics in WordPress, bietet sich das “Google Analytics for WordPress”-Plugin an, welches unter der Internetadresse http://wordpress.org/extend/plugins/google-analytics-for-wordpress/ abgerufen werden kann.

GoogleAnalytics ist auf Grund der vielen Analysekriterien im direkten Vergleich mit Wassup und Piwik unbedingt zu empfehlen. Allerdings werden die Daten nicht auf einem eigenen Server gespeichert, sondern sind bei dem externen Unternehmen Google gespeichert.

Dies ist allerdings kein Problem, da Google eine CSV-Exportfunktion anbietet.

Wassup

Wassup WordPress Logo

Die Installation von Wassup ist kinderleicht. Einfach bei WordPress einloggen und über die Plugininstallation Wassup installieren.

Die Zuschneidung von Wassup auf WordPress stellt allerdings ein Negativkriterium da, eine Nutzung auf anderen Platformen ist nur mit einer intensiven Modifikation des Codes möglich und somit wirtschaftlich nicht praktizierbar.

Wassup bietet nur ca. 40% der in der von mir gewerteten Analysekriterien an. Auf Grund dessen ist bei dem Wunsch nach einer genauen Analyse GoogleAnalytics zu bevorzugen.

Piwik

Piwik Logo
Die Installationzeit von Piwik ist mit ca. 15 Minuten die höchste. Der Grund dafür ist, dass Piwik zunächst gedownloadet, dann extrahiert und anschließend upgeloadet werden muss. Zudem ist für Piwik eine MySQL-Datenbank notwendig. Die Erstellung dieser Datenbank ist ebenfalls zeitaufwendig.

Piwik erreicht 70% der gewerteten Kriterien und ist somit nach Google das Analysetool mit dem meisten Detailreichtum.

Auf Grund dessen stellt Piwik eine gute Alternative zu GoogleAnalytics da, ist aber trotzdem keine ernsthafte Konkurrenz für GoogleAnalytics. Gründe dafür sind die länger andauernde Installation, sowie die in Relation zu GoogleAnalytics wenigen Kriterien, welche meist nicht so detailreich oder grafisch angezeigt werden.

Quellen (Stand 28.03.2012 22:00h)